GLAMBECK in der SCHORFHEIDE

Bischofswort für den 4. Juni 2005
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www.Glambeck-Schorfheide.de
 Bethlehem, das war so ein Ort wie Glambeck
Glambeck ist ein kleines Dorf am Rand der Schorfheide. Wer die Brandenburgischen Dorfkirchen liebt, wer sich für Geschichte und Kultur interessiert und wer in der Natur Erholung sucht, der sollte ruhig in dieses kleine Dorf fahren.

Denkmalgeschützte Bauten wie die Dorfkirche, der Taubenturm oder ein Eiskeller im Schlosspark inmitten ursprünglicher Natur geben dem Ort seinen Charakter.
Der Name Glambeck geht zurück Bischof Huber und Anselm Telle
auf eine ursprünglich slawische Gründung am "Tiefen See". Die Geschichte des Dorfes wurde über Jahrhunderte hinweg durch die Zisterzienser geprägt. Die Glambecker Mühle befand sich im Besitz des Klosters Chorin. Nach der Enteignung des Klosterbesitzes fiel Glambeck an den uckermärkischen Adel. Die Geschichte des Ortes ist wechselvoll. Bis 1861 wurden 30 Gutsherren registriert. Das Glambecker Gutshaus blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Redern. Als 1945 die SS eine Autobahnbrücke sprengt, entstanden an der Glambecker Kirche Schäden.
Während der DDR-Zeit verfiel das Herrschaftshaus nach und nach und wurde 1982 "abgerissen". Auch die Dorfkirche musste wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Das öffentliche Leben sollte wohl nicht gefördert werden, weil das Gebiet um Glambeck seit den 60er Jahren als Sonderjagdgebiet der Staatssicherheit genutzt wurde. Doch nach 1990 konnten die verbliebenen Bau- und Naturdenkmale durch vielfältige Initiativen zurückgewonnen und saniert werden. Durch den Dorfkirchen- Sommer in Brandenburg, durch Ausstellungen und Konzert-Reihen ist das öffentliche Leben nach Glambeck zurückgekehrt.
Die kleine Glambecker Kirche kann heute zu Recht als eine Kultur-Adresse gelten, die Sie sich notieren sollten!

Seit dem Pfingstsonntag ist die Fachwerkkirche Glambeck die erste Fahrrad-Kirche
im Barnimer Land.
Es gehört bereits zu den biblischen Einsichten, dass die Hauptstadt Jerusalem nicht alles für sich beanspruchen konnte. Die Bibel nimmt in zahlreichen Erzählungen Partei
für die Kleinen und Schwachen. Das Matthäus-Evangelium überliefert uns, dass Maria ihren Sohn Jesus gerade nicht
in einem Palast in der Hauptstadt gebar. Jesus wurde in Bethlehem, einem kleinen und nicht besonders bedeutungs-vollen Ort bei Jerusalem geboren.
Bethlehem, das war so ein Ort wie Glambeck.

Der Prophet Micha hatte es bereits so angekündigt: Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus der wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.

Wer Erholung und Entspannung sucht und in der freien Natur etwas für Körper, Seele und Geist tun will, ist im Berliner Umland gut aufgehoben. Der Dorfkirchen-Sommer in Brandenburg gehört zu den verlockenden Anlässen dafür.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag. Bleiben Sie behütet!

Bischof Wolfgang Huber